Hochzeitssängerin

Anke Wagner singt für Ihre Hochzeit

Hochzeitssängerin Anke im Tonstudio

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Hochzeitssängerin Anke Wagner bei Aufnahmen zu einem ZDF Film im Tonstudio von Filmkomponist In diesem Beitrag möchte ich euch etwas über die Arbeit in einem Tonstudio erzählen. Denn auch als Hochzeitssängerin muss man Aufnahmen machen. Sei es zur Präsentation oder weil die Brautpaare sich eine Aufnahme als Erinnerung wünschen.

Ich kann mich noch sehr genau daran erinnern, als ich meine Stimme zum ersten Mal auf einer Kassette anhörte. Ich war dreizehn und die Aufnahme war „Let it be“ von John Lennon. Aufgenommen wurde mit einem etwas besseren Ghettoblaster von einem Freund, der mich damals auch auf der Gitarre begleitete. Wow, war das toll!

Es gab zwar ein permanentes Grundrauschen und die Aufnahme war wirklich nicht der Knaller. Jedoch fühlte es sich für mich unglaublich gut an, als ich mich zum ersten Mal „von außen“ hörte. Es ist nämlich tatsächlich etwas ganz anderes, sich auf einer Aufnahme zu hören oder sich „live“ während des Singens, von innen zu hören.

Auch wenn man kein Sänger ist, kennt man die unterschiedliche Wahrnehmung der eigenen Stimme. Abhängig davon, ob man sich gerade im Moment des Sprechens zuhört, also auch von innen heraus oder zum Beispiel eine Sprachaufnahme der eigenen Stimme auf einem Anrufbeantworter.

Auf jeden Fall stand schon damals für mich fest: Ich will Sängerin sein und ich will so bald wie möglich in ein professionelles Tonstudio. Vier Jahre später war es dann endlich soweit: Mit siebzehn war ich zum ersten mal mit einer Musical-Crew für eine CD Produktion in einem professionellen Tonstudio. Sehr aufregend!

Damals arbeiteten wir noch analog und mit einer riesigen Bandmaschine. Ich kann mich noch sehr gut an das Geräusch erinnern, wenn das Tonbandgerät „zurückspulte“. Das Zusammenschneiden von einzelnen Passagen wurde tatsächlich manuell erledigt. Das bedeutete damals viel mehr Zeit und Arbeit als heute in der digitalen Welt.

Um dem Produzenten möglichst wenig Arbeit zu machen, lautete die Aufgabenstellung: am besten den Song ohne große Unterbrechung von Anfang bis zum Ende durch singen. Gelingt dies, bleibt dem Produzenten viel Arbeit beim Schneiden erspart und ein weiterer Vorteil besteht darin, dass sich das ganze Lied einheitlicher und authentischer anhört.

Setzt der Sänger ständig neu an und einzelne Passagen werden wie kleinste Puzzlestücke zusammengesetzt, hört man oftmals Unterschiede und Umbrüche im Sound der Stimme.

Natürlich lässt es sich nicht ganz vermeiden, das Lied in einzelne Passagen aufzuteilen und sich für Stellen, die eine besondere, stimmliche Herausforderung darstellen, mehr Zeit und auch Luft zu nehmen. Damit sollte jedoch nicht übertrieben werden, obwohl es technisch möglich ist, da sonst schnell das “Feeling“, also die Emotionalität eines Songs darunter leidet.

Erfahrungen als Hochzeitssängerin finden sich auf neuem Album wieder

Seit meinem ersten Tag im Tonstudio folgten noch viele weitere. Ich habe zwei eigene Alben aufgenommen, habe mit unterschiedlichsten Musikern und Produzenten zusammengearbeitet und zahlreichen Projekten meine Stimme geliehen und Tonaufnahmen gemacht. Wie etwa mit Dieter Falk, Tato Gomez, Dieter Bohlen und Thomas Schwab.

Dies unter anderem für Musicals, Werbespots, Hörspiele, Meditationen, TV-Shows, Filmmusik oder für eigene Musikproduktionen. So stand ich vor einiger Zeit im Studio von Ingo Frenzel für einen ZDF-Fernsehfilm, wobei ein toller Song und auch das Foto entstand.

Aktuell arbeite ich an meinem dritten Album gemeinsam mit dem Berliner Label Remeeze Records (Kontor). Wir covern bekannte und aktuelle Hits und reduzieren die oft überladenen Arrangements wieder zurück auf das Wesentliche: Nämlich auf einen Song, der Text, Gefühl und Stimme in den Vordergrund stellt.

Dies resultiert nicht zuletzt aus meinen Erfahrungen als Hochzeitssängerin. Denn auch hier kommt es auf das wesentliche an: Ein Song und eine Stimme die berühren und den schönsten Moment im Leben verzaubert.

Im Laufe des Frühlings erfolgt dann die Veröffentlichung des Albums, dass aktuell noch den Arbeitstitel „Voice and Piano“ trägt.

Neugierig geworden? Dann könnt Ihr schon jetzt einige Songs auf Itunes finden oder uns ganz einfach auf Spotify oder Deezer folgen. Oder auch hin- und wieder auf meinen YouTube-Kanal schauen.

Ach ja, trotz aller Erfahrung: Die Arbeit im Studio bleibt etwas ganz besonderes für mich und es kribbelt immer noch!

Eure, Anke Wagner